Nach einer ruhigen Nacht und einem stärkendem Frühstück konnte die Weiterreise an den Idrosee von Reutte aus starten.
Wir hatten uns gegen die Strecke über den Brenner entschieden und fuhren über den Fernpass und Reschenpass im großen Bogen an den Ötztaler Alpen vorbei durch Österreich Richtung Südtirol. Der Grenzübergang am Reschenpass war rasch passiert und ganz unspektakulär waren wir in Italien angekommen.
Die Fahrt entlang der gewählten Route beschäftigte uns den ganzen Tag. Das Reisetempo war entsprechend der Verkehrslage und der Strecke eher bummlig. Dafür gab es Ausblicke in den Vinschgau mit seinen Apfel-Anbaugebieten. Interessant, aber für uns keine Urlaubsregion.
Die Mittagspause verbrachten wir pragmatisch auf einen Rastplatz an der Autobahn A22 mit unserem eigenen Proviant auf der Pritsche unseres Pickups, dafür aber mit gutem italienischem Kaffee aus der Raststätte. Gestärkt und hellwach ging es weiter auf die zweite Hälfte unserer Reise an den Idrosee.
Bei Trento verließen wir die Autobahn und eine gut ausgebaute Bundesstraße brachte uns unserem Ziel näher. Wir bekamen einen ersten Eindruck von der Straßenführung in der Region: Kurven, Serpentinen und Tunnel ließen einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage aufkommen. Und durch die hohen Berge und tiefen Täler erwartete uns in jedem Tal ein anderes Wetter.
Auf dem letzten Abschnitt legten wir noch eine kleine Verschnaufpause in einem kleinen Picknick-Park mit Bach und See bei sonnigem, aber kühlen Wetter ein, um uns die Beine zu vertreten und ordentlich durchzustrecken.
Wie schon von der Wetter-App angekündigt, änderte sich das Wetter am späten Nachmittag nochmal deutlicher und es wurde richtig kühl und regnerisch. Aber der Verkehr wurde weniger, die Straße kleiner und noch kurviger, bis dann endlich der Idrosee das erste Mal in Sicht kam.
Etwas ausserhalb der am Ostufer gelegenen Örtchen konnten wir uns auf dem Campingplatz für unsere gebuchte Ferienwohnung anmelden. https://www.lakeidro.com/
Es gab noch eine kurze Wartezeit zu überbrücken, bis unsere Ferienwohnung frisch gereinigt bereit war. Also schauten wir uns den Campingplatz näher an. Eine grüne Oase direkt am See gelegen mit schönen Mobil Homes und Safari-Lodge-Zelten. Normalerweise wäre einer der drei nebeneinander gelegenen Campingplätze für uns ein perfektes Reiseziel gewesen. Aber aufgrund des unbeständigen Wetters im April hatten wir uns lieber für eine Ferienwohnung entschieden.
Als wir dann die letzten Kilometer bis zu unserer Ferienwohnung in den kleinen Ort Vesta – eher eine idyllische Ferienhaussiedlung am Ende einer einsamen Uferstraße – zurücklegten, waren wir vom Idrosee schon begeistert. Unser Appartement mit Blick auf den kleinen Kiesstrand war prima und die Region gefiel uns auch wolkenverhangen und verregnet jetzt schon.
Ausgepumpt und geschlaucht von der doch längeren Fahrerei haben wir noch ausgepackt, bevor wir trotz aller Spannung auf den nächsten Tag ins Bett gefallen sind.