Frankreich – Languedoc – Auf der Suche nach Sonne

Unsere erste Reise mit Wohnwagen sollte uns nach Südtirol führen: im Frühling schon warme Temperaturen und zur Eingewöhnung an den Wohnwagen noch nicht so weit. Egal wie gut wir unsere Reisen planen, manchmal spielt das Wetter einfach nicht mit. Für  Südtirol wurde nochmal der Winter erwartetet, so dass wir lieber als Reiseziel das Mittelmeer in Frankreich wählten.

Übernachtung Dole

Bei strömenden Regen packten wir den Wohnwagen, holten noch Proviant im Bioladen in Großostheim und machten uns auf den Weg nach Süden.

Unser ursprünglicher Plan war es, auf der Autobahn A3 und A5 bis Offenburg zu fahren. Jedoch erwartete uns bereits kurz vor Offenburg ein Stau, und so änderten wir kurzerhand unsere Route und machten uns auf den Weg nach Kehl, um von dort aus nach Frankreich zu gelangen.

Schnell noch in Deutschland tanken, da in Frankreich aktuell an den Tankstellen ein Streik zu erwarten war. In Kehl fanden wir eine passende Tankstelle für unser Gespann und schlängelten uns durch den Stadtverkehr von Straßburg.

Schon in Deutschland wollten wir eigentlich eine Mittagspause einlegen, aber die Park- und Rastplätze waren mit LKW’s schon besetzt. Endlich fanden wir auf einem Rastplatz hinter Straßburg eine Pausenmöglichkeit. Der letzte verfügbare Parkplatz auf dem Rastplatz war unser Glücksgriff. Wir nutzten die Gelegenheit, um uns zu stärken und unsere Reise weiter zu planen. Der ursprüngliche Plan, in die Vogesen zu fahren und auf dem Campingplatz Huttopia zu übernachten, wurde jedoch aufgrund des schlechten Wetters geändert. Stattdessen entschieden wir uns für einen Campingplatz in Dole, der etwas weiter entfernt war, aber eine gute Alternative darstellte.

Der Campingplatz du Pasier in Dole, direkt auf einer Halbinsel am Fluss gelegen, bot eine idyllische und ruhige Atmosphäre. In der Nähe gab es einen Rummel und wir machten am Abend einen kleinen Bummel über den Rummel und erkundeten die nächste Umgebung.

Am nächsten Morgen genossen wir ein einfaches Frühstück und entschieden uns nach einer kurzen Entfernungs- und Wetterrecherche, den nächsten Campingplatz in der Auvergne zu buchen. Während wir uns mit einer Katzenwäsche begnügten, waren wir gespannt auf die bevorstehenden Abenteuer, die uns auf unserer Reise durch Deutschland und Frankreich noch erwarten würden.

Weiterreise Richtung Süden - Zwischenstation in Royat

Unsere Reise begann mit einer unruhigen Nacht mit heftigem Regen und leisem Vogelgezwitscher. Wir wurden von den Regentropfen geweckt, doch das Zwitschern der Vögel beruhigte uns und ließ uns langsam in den neuen Tag gleiten.

In den kurzen Pausen zwischen den Regenschauern packten wir unsere Sachen zusammen und setzten unsere Fahrt durch das malerische Städtchen Dole fort, mit dem festen Vorsatz, sowohl diesen charmanten Ort als auch den Campingplatz, auf dem wir übernachteten, wieder zu besuchen.

Die Fahrt war weiterhin von Regen geprägt, vor allem als wir Lyon hinter uns ließen und die Landschaft zunehmend bergiger wurde. Wir fuhren über mehrere Pässe und die Landschaft bot uns einen beeindruckenden Anblick. Grüne Hügel erstreckten sich bis zum Horizont und wir fühlten uns wie in einer Mischung aus Allgäu und Schwarzwald.

Durch Clermont-Ferrand zu navigieren war eine Herausforderung, vor allem als unser Navi uns mit unserem Wohnwagen auf verschlungene Pfade führte. Aber diese Umwege führten uns an den beeindruckenden Thermalbädern von Royat vorbei und schließlich erreichten wir am frühen Abend erleichtert den wunderschönen Campingplatz Huttopia in Royat.

Trotz des anhaltenden Regens und der Kälte konnten wir die Schönheit dieses auf einem grünen Hügel gelegenen Campingplatzes in vollen Zügen genießen. Die Ruhe und Gelassenheit, die hier herrschten, taten uns gut und wir waren dankbar, diesen Ort für die Nacht gefunden zu haben. Huttopia erwies sich als ein durchdachtes und ansprechendes Konzept, das uns beeindruckte.

Abends kochten wir unser Essen auf einem kleinen Gaskocher, den wir auf der Pritsche aufgebaut hatten, und genossen die Einfachheit und Gemütlichkeit dieser Mahlzeit inmitten der Natur.

Weiterreise nach Marseillan Plage

Nach einer sehr kalten Nacht im Wohnwagen in Royat bei nur 6 Grad, erwachten wir erfrischt und ruhig, umgeben vom beruhigenden Gesang der Vögel. Nachdem wir uns aus den warmen Decken befreit hatten, genossen wir eine herrlich warme Dusche im schönen Waschhaus des Campingplatzes. Danach machten wir uns daran, den Wohnwagen aufzuräumen und uns für den Tag vorzubereiten.

Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Campingplatz für die nächste Nacht. Unsere Pläne änderten sich jedoch aufgrund des unbeständigen Wetters, also verglichen wir die Entfernungen und entschieden uns schließlich für den Campingplatz Beauregard Plage in Marseillan, den wir online für 2 Nächte buchten. Vorher kauften wir uns noch eine Huttopia-Card, da wir mittlerweile große Fans von diesem Konzept geworden waren.

Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Weg in Richtung Süden und folgten der ruhigen und landschaftlich reizvollen A75. Das Wetter bot die unterschiedlichsten Eindrücke, von dichtem Nebel, der die Sicht auf andere Autos einschränkte, bis hin zu strahlend blauem Himmel und angenehmen 19 Grad bei unserer Ankunft.

Während der Fahrt durch die Cevennen waren wir von der beeindruckenden Landschaft so fasziniert, dass wir beschlossen, diese Region bei nächster Gelegenheit näher zu erkunden. Kurz vor unserem Ziel, dem Campingplatz in den Salzgärten, sahen wir sogar die ersten Flamingos.

Marseillan Plage empfing uns mit einer Mischung aus Campingplätzen, Bars, Touristenläden, Ferienwohnungen, einer Kartbahn und einem Piratenland. Unser Campingplatz hatte direkten Zugang zum Meer, und obwohl unser Stellplatz etwas schräg lag, machten wir es uns bequem und fragten nach der Möglichkeit, unseren Aufenthalt um zwei weitere Nächte zu verlängern.

Nachdem wir unsere warme Kleidung gegen dünnere ausgetauscht hatten, machten wir uns auf den Weg zum Strand. Der weiche, warme Sand unter unseren Füßen und die angenehme Sonne begleiteten uns auf unserem Spaziergang entlang des schönen, einsamen Strandes. Der Campingplatz war gut besucht, aber alles war ruhig und entspannt und wir merkten, dass die Ferienzeit in Deutschland begonnen hatte.

Abends kochten wir unser Abendessen draußen vor dem Wohnwagen und genossen die Atmosphäre auf dem Campingplatz und den Blick auf das Meer.

Erkundung Campingplatz und die Stadt Adge

Wieder begrüßte uns ein sonniger Morgen mit strahlend blauem Himmel. Die vergangene Nacht war ruhig, abgesehen von den leisen Störungen der Außenlampen der umliegenden Wohnmobile, die uns beim Einschlafen begleiteten. Zum Glück hatten wir Vorhänge im Wohnwagen, die uns eine erholsame Nachtruhe ermöglichten.

Nachdem wir unsere Weiterreise für die Woche geplant hatten, konnten wir mit der Campingplatzbetreiberin in einem Mix aus Französisch, Englisch und Deutsch klären, dass wir bis Freitag bleiben durften. Wir mussten nur den Stellplatz wechseln, was für uns kein Problem war. So war unsere Zeit am Mittelmeer bis Freitag gesichert, bevor wir unsere Weiterreise nach Hause planten.

Unser Tagesablauf begann mit Gymnastik am Strand, was wir nach den langen Stunden im Auto der letzten Tage auch dringend nötig hatten. Diese tägliche Routine sollte uns fit halten für die Abenteuer, die noch vor uns lagen.

Die warmen Duschen im Waschhaus erfrischten uns, bevor wir uns nach einem stärkenden Nudelessen auf den Weg nach Adge und Cap Adge machten.

Gleich nach der Ankunft in Marseillan Plage konnten wir Flamingos beobachten und nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass es sich um das Naturschutzgebiet Bagnas handelte. Dort verweilten wir einige Zeit, um die majestätischen Flamingos und Silberreiher aus nächster Nähe zu bewundern.

Unsere Erkundungstour führte uns weiter nach Agde, wo wir zunächst den Hafen besichtigten. Dieser war beeindruckend groß, aber in der Nebensaison ziemlich leer. Anschließend erkundeten wir die Altstadt, schlenderten durch verwinkelte Gassen und bewunderten die alten Verzierungen an den Häusern. Die frühe Jahreszeit machte sich bemerkbar, denn viele Restaurants waren geschlossen, aber die am Wasser mit ihren Schiffsrestaurants blieben ein Highlight für uns.

Zurück auf dem Campingplatz wechselten wir unseren Stellplatz und bereiteten uns auf einen weiteren kühlen Abend vor. Nach einem Spaziergang am Strand kochten wir unser Abendessen auf dem Gaskocher und genossen den Nachtisch im gemütlichen Wohnwagen.

Morgen steht ein Ausflug nach Narbonne auf dem Programm, das nur eine Stunde entfernt liegt. Max hat dort in seiner Kindheit viele Ferien verbracht und wir freuen uns auf seine Erinnerungen und neue Abenteuer.

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